Konzeption

  • Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Selbstvertrauen.
  • Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird, lernt Geduld.
  • Ein Kind, das gelobt wird, lernt Wertschätzung.
  • Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt, lernt Gerechtigkeit.
  • Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt, lernt Freundschaft.
  • Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf, lernt Vertrauen.
  • Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt Liebe in dieser Welt zu empfangen. Verfasser unbekannt

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Vorwort des Trägers
  3. Geschichte der Einrichtung
  4. Angebot und Ausstattung der Einrichtung
    4.1. Lage, Anschrift und Kontaktaufnahme
    4.2. Platzangebot, Alter der Kinder und Zahl der Plätze
    4.3. Aufnahmekriterien
    4.4. Öffnungszeiten
    4.5. Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter
    4.6. Räumlichkeiten
    4.7. Außengelände und Spielplätze in der Umgebung
  5. Ziele der pädagogischen Arbeit
  6. Unser Bild vom Kind
  7. Partizipation
  8. Eingewöhnungszeit
    8.1. Grundphase
    8.2. Trennungs- und Stabilisierungsphase
    8.3. Schlussphase
  9. Tagesablauf
    9.1. Krippenkinder
    9.2. Elementargruppe
  10. Angebote und Förderungsmöglichkeiten
    10.1. Besondere Angebote, Bilingualität nach dem Immersionsprinzip
  11. Umsetzung der Bildungsbereiche
    11.1. Körper, Bewegung und Gesundheit
    11.2. Soziale und kulturelle Umwelt
    11.3. Kommunikation, Sprache, Schriftkultur und Medien
    11.4. Bildnerisches Gestalten
    11.5. Musik
    11.6. Mathematik
    11.7. Natur, Umwelt und Technik
  12. Übergang
    12.1. Krippe – Elementar
    12.2. Elementar – Schule
  13. Zusammenarbeit mit den Eltern und Beratung
  14. Schutz von Kindern
  15. Beobachtung und Dokumentation – Grenzsteine der Entwicklung
    15.1. Portfoli
  16. Qualitätssicherung

1. Vorwort

Diese Konzeption ist eine Arbeitsgrundlage und Reflexionshilfe für unsere tägliche Arbeit.

Sie beschreibt das Miteinander in der Kindertagesstätte und gibt einen Überblick über die Rahmenbedingungen. Sie soll Eltern, neuen Kollegen und allen Interessierten einen Einblick in unsere pädagogischen Aufgabenbereiche geben.

2. Vorwort des Trägers

Unsere Kita hat zwei private Träger, Marbelis Hildebrandt, sie ist sozialpädagogische Assistentin und Tagesmutter sowie Mileidys Förster, staatlich geprüfte Erzieherin. Die Vermittlung von Sprache in ihrer Vielfältigkeit ist ein wesentlicher Baustein unserer pädagogischen Arbeit. Die Sprach- und Sprechfähigkeit sind Bestandteile für die geistige, soziale und emotionale Entwicklung des Kindes. Die Kinder werden bei uns liebevoll versorgt und in ihrer Entwicklung durch geeignete Maßnahmen gefördert. Wir helfen den Kindern, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und dabei auch die Interessen der Anderen zu berücksichtigen. Unsere Konzeption macht unsere pädagogische Arbeit für die Öffentlichkeit transparent und verständlicher. Eltern haben vor der Aufnahme ihres Kindes die Möglichkeit, sich mit der Arbeitsweise unserer Kindertagesstätte vertraut zu machen und sich detailliert über unterschiedliche Auffassungen in der Erziehung zu informieren. Wir wünschen uns aber, dass bei einer Zusammenarbeit sowie beim Eintritt eines Kindes in unsere „Lokomotive II“ die hier geltende Konzeption anerkannt wird. Die folgende pädagogische Konzeption soll Ihnen unsere Arbeitsziele und die Art und Weise, wie wir diese erreichen wollen, näher vorstellen.

3. Geschichte der Einrichtung

Im Sommer 2018 hat die GbR Förster Hildebrandt als Träger der Kita „Lokomotive II“ den Entschluss gefasst die Räumlichkeiten einer aufgegebenen Kindertagesstätte zu übernehmen und diese somit fortzuführen.

Bei uns haben die Kinder die Möglichkeit Deutsch und Spanisch spielerisch zu lernen, indem qualifiziertes Personal in den Muttersprachen Deutsch oder Spanisch mit den Kindern kommuniziert.

Wir arbeiten nach der Methode „eine Person – eine Sprache“, der/die Erzieher/innen sprechen mit den Kindern nur in der Muttersprache und somit ermöglicht es den Kindern zwischen den Sprachen zu unterscheiden und sich diese gleichzeitig anzueignen. Kinderlieder, Reime, einfache Spiele wie Fingerspiele, werden unter anderem als Brücke benutzt, um das Kind schnell und einfach an die neue Sprache heranzuführen.

4. Angebot und Ausstattung der Einrichtung

4.1. Lage, Anschrift und Kontaktaufnahme

Unsere Einrichtung befindet sich in der Hoheluftchaussee in 95 a in 20253 Hamburg Eppendorf.

Kontaktaufnahme:

Frau Hildebrandt und Frau Förster

Telefon: 040 – 30938603

E-Mail: lokomotivezwei@gmail.com

4.2. Platzangebot, Alter der Kinder und Zahl der Plätze

Wir bieten Ihnen umfangreiche Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder an.

  • 22 Krippenplätze (1 bis 3 Jahre)
  • 50 Elementarplätze (3 bis 6 Jahre)

4.3. Aufnahmekriterien

Wir nehmen Kinder mit und ohne Gutschein auf. Es werden Kinder mit 6, 8 und 10 Stunden Gutscheinen betreut. Das Kontingent für 6-Stunden-Gutscheine ist begrenzt. Die Eltern haben die Möglichkeit, die Stundenzahl durch private Bezahlung aufzustocken.

4.4. Öffnungszeiten

Unsere Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr und am Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr.

Zwischen Weihnachten und Neujahr und an den Brückentagen ist unsere Kita geschlossen. Weiterhin schließen wir die Kita an drei Tagen im Jahr für Fort- und Weiterbildung.

4.5. Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter

Wir halten uns an den von der Freien und Hansestadt Hamburg empfohlenen Betreuungsschlüssel und setzen in den einzelnen Gruppen die benötigte Anzahl an Erzieher/innen und sozialpädagogischen Assistenten/innen ein.

4.6. Räumlichkeiten

Die Gestaltung unserer Kita-Räume richtet sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Alle Bau- und Ausstattungsmaterialien entsprechen sicherheitstechnischen Standards. Ein wesentliches Merkmal unserer Räume ist es, die Gestaltung flexibel an die sich verändernden Bedürfnisse der Kinder anpassen zu können. Dabei beobachten die Erzieher/Innen, welche Bereiche von den Kindern besonders genutzt werden und wie die Funktionen auszurichten sind.

In den Gruppenräumen sollen vielfältige Aktivitäten möglich sein. In allen Zimmern, sowohl im Krippenbereich, als auch im Elementarbereich, ist ein Großteil der Materialien für die Kinder frei zugänglich.

Kinder brauchen einen vertrauten Ort und eine ihnen zugewandte Erzieherin, mit der sie ihre Umgebung erkunden können. Besonders für Kinder unter 3 Jahren gibt es in den Räumen Möglichkeiten, ihre Sinne weiter zu entwickeln, wie Bewegungsebenen, Podeste und Kuschelecken.

An die Altersstruktur angepasste Materialien steigern die sensitiven Erfahrungen, zum Beispiel mittels Tüchern, Bauklötzen aus Holzelementen oder Tastelementen.

Viel freier Platz in den Gruppenräumen und Fluren ermöglicht es den Kindern, ihrem natürlichen Bewegungsdrang im Liegen, Krabbeln oder Laufen nachzugehen.

Im Krippenbereich gibt es einen multifunktionellen Raum, in dem die Kinder ihren Aktivitäten nachgehen können. Zusätzlich ist dies auch der Ruheraum, in dem sich die Kinder entspannen und zurückziehen können. Dieser Raum ist zum Abdunkeln. Er ist harmonisch eingerichtet mit beruhigenden Farbkompositionen. Zum Schlafen hat jedes Kind seine eigene Matte und Decke.

Zur Bewegungsförderung befindet sich im Obergeschoss ein großer Bewegungsraum, der mit Kletterwänden, Matten und Sportgeräten ausgestattet ist. Für die Mahlzeiten haben wir eine große Küche mit kindgerechter Ausstattung.

4.7. Außengelände und Spielplätze in der Umgebung

Die Einrichtung hat kein eigenes Außengelände, aber in unmittelbaren Anschluss an das Grundstück befindet sich der öffentliche Spielplatz „Geisterspielplatz“. Diesen können wir fußläufig innerhalb der Grundstücksgrenzen erreichen ohne öffentliche Straßen zu benutzen. Einen Überblick über den Spielplatz erhalten Sie unter folgenden Link:

https://www.google.de/maps/uv?hl=de&pb=!1s0x47b18f4d36de672b:0xa77af9a7c9caa5ec!3m1!7e115!4shttps://lh5.googleusercontent.com/p/AF1QipPiD6gl0BNX3HFUi5OhuCsMcE7rXqQ5TdEjksNU%3Dw260-h175-n-k-no!5sSpielplatz+hoheluftchaussee+-+Google-Suche&imagekey=!1e10!2sA

Weitere Spielplätze befinden sich in der näheren Umgebung, die wir auch regelmäßig besuchen.

5. Ziele der pädagogischen Arbeit

Wir arbeiten nach den Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtungen. Sie sind ein Rahmenplan für Kindertagesstätten bis zur Einschulung für die pädagogische Arbeit. Damit möchte man verbindliche pädagogische Standards zur Sicherung der Qualität in der Frühpädagogik erreichen.

In erster Linie geht es darum, ein anregendes Lernumfeld und kindgerechte Lernangebote zu ermöglichen, damit die Kinder Basiskompetenzen erwerben und sich weiterentwickeln können. Jedes Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit, das sich von Geburt an aktiv mit seiner Umwelt und seinem sozialen Umfeld auseinandersetzt und somit seine Entwicklung mitbestimmt.

Auf diesem Weg möchten wir Wegbegleiter der Kinder sein und Raum und Zeit zur individuellen Entwicklung bieten. Dies bedeutet ganzheitliche Förderung in verschiedenen Bereichen. Es gilt insbesondere die Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins, der Sozialkompetenz und die Entwicklung von Werten und Verantwortungsbereitschaft bei den Kindern zu fördern.

Die Beobachtung der Kinder mit ihren Interessen, Stärken und Entwicklungsschritten setzen wir gezielt ein, um die einzelnen Kinder zu unterstützen und zu begleiten. Das regelmäßige Gespräch mit den Eltern liefert uns weitere wichtige Informationen über die Kinder. Sie haben ein Recht auf Bildung.

Die Verwirklichung dieses Rechts ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit, denn Kinder lernen von Geburt an. Die Familie ist der am längsten und am stärksten wirkende Bildungsort von Kindern in den ersten Lebensjahren.

Auf ihrem Weg des lebenslangen Lernens ist nach der Familie die Kindertagesbetreuung die zweite Station.

Der Bildungsplan beinhaltet auch kleine themenbezogene Bereiche. Diese sind Sprachförderung, Bewegung, Tanz, Sport, Gesundheit, einfache Mathematik, Experimente aus der Naturwissenschaft, Umwelterziehung, Musik, Werteerziehung und religiöse Bildung.

Das Ziel der „Lokomotive II“ ist die Erziehung und Bildung des Kindes in der Familie, durch alters- und entwicklungsgemäße pädagogische Angebote zu unterstützen. Die körperliche, geistige und seelische Entwicklung soll gefördert und soziale Benachteiligungen möglichst ausgeglichen werden.

6. Unser Bild vom Kind

Bei uns in der „Lokomotive II“ finden die Kinder Platz zum Spielen, Lernen und Spaß haben. Jedes Kind ist ein Individuum mit unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Diese gilt es zu respektieren. Alle Kinder werden gleichbehandelt ungeachtet ihres Entwicklungs­standes, ihrer Herkunft oder Religion. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie entdecken die Welt auf ihre Weise, sind neugierig und wissbegierig, unbeschwert und voller Lebensfreude, sensibel und unvoreingenommen.

Ein Kind braucht Achtung, Vertrauen, positive Zuwendung und Geborgenheit. Rituale, Regeln und Grenzen sind wichtig, um sich orientieren zu können. Kinder benötigen Freiräume, um Alltagssituationen in ihrem Tempo zu bewältigen. Wenn sie ihre Emotionen erkennen und äußern dürfen, entwickeln sie Mitgefühl und Verständnis für andere Mitmenschen. Wir bieten Kindern Freiräume, Impulse und Anregungen, damit sie ihre Fähigkeiten entwickeln können.

Die Gruppenstruktur ist altersgemischt. Sie ähnelt dem „Familienprinzip“, in dem Babys und Kleinkinder miteinander aufwachsen. Spielfreude und Spielfähigkeit sollen geweckt und das Erlebnis der Gemeinschaft vermittelt werden.

Trotzdem sollen die Kinder Regeln, Grenzen und Rücksichtnahme lernen. Es wird ihnen geholfen, zwischen sinnvollen Regeln und Unterdrückung zu unterscheiden.

7. Partizipation

Ein wichtiges Anliegen der Kindertagesstätte ist die gleichberechtigte pädagogische Arbeit mit Kindern, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten. Partizipation ist ein Sammelbegriff für die Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung und Einbeziehung. Das bedeutet, unser pädagogisches Handeln immer wieder neu auf die Bedürfnisse der Gruppe und des einzelnen Kindes zu überprüfen und entsprechend einzustellen. Wir gehen mit den Kindern in Dialog und ermöglichen ein Mitspracherecht. Wir berücksichtigen bei der Planung und Gestaltung des Alltags die Beteiligungsmöglichkeiten für die Kinder. Die Kinder entscheiden wo, was und mit wem sie im freien Spiel spielen. Bei den gemeinsamen Kreisen machen sie Vorschläge, welche Bücher sie lesen möchten, welches Thema besprochen werden soll, welche Lieder gesungen werden usw.

Probleme und Konflikte in der Gruppe werden im Kreis gemeinsam besprochen und die Kinder erarbeiten Lösungsvorschläge, dem Alter entsprechend mit Hilfe der Erzieher. Wir zeigen den Kindern demokratisches Verhalten.

Die Kinder lernen:

  • Alle Menschen sind verschieden.
  • Alle haben Fähigkeiten, Schwächen, Grenzen.
  • Sie lernen, sich in ihrer Verschiedenheit zu respektieren, umsichtig auf andere zu achten und sich zurück zu nehmen.
  • Sie werden angespornt und unterstützt, ihre Möglichkeiten und Grenzen zu erweitern.
  • Sie streiten und lernen Konflikte zu lösen.
  • Die Kinder lernen ihrem Alter entsprechend ihre Interessen zu vertreten und die Meinung anderer zu respektieren.

Partizipation fängt bei uns schon in der Krippe an.

8. Eingewöhnungszeit

Eine gute Eingewöhnung des Kindes ist uns sehr wichtig. Sie ist der Grundstein für eine schöne, vertrauensvolle gemeinsame Kitazeit. Gemeinsam mit den Eltern achten wir auf eine behutsame und individuelle Eingewöhnung.

Hierbei orientieren wir uns am sogenanntem „Berliner Modell“. In der Regel dauert der Eingewöhnungsprozess zwischen zwei und drei Wochen, in Ausnahmefällen kann es auch länger dauern. Abgeschlossen ist die Eingewöhnung dann, wenn das Kind uns akzeptiert hat, sich von uns trösten lässt und sich interessiert dem neuen Umfeld zuwenden kann.

8.1. Grundphase

In der Grundphase begleitet ein Elternteil das Kind in die Einrichtung und hält sich mit ihm wenige Stunden im Gruppenraum auf. In der dreitägigen Phase beobachtet die Erzieherin das Kind und nimmt vorsichtig meist über Spielangebote oder über eine Beteiligung am Spiel des Kindes, Kontakt zu ihm auf. Das anwesende Elternteil verhält sich passiv, aber aufmerksam gegenüber den Signalen des Kindes. Auch sollten sich die Eltern nicht mit den anderen Kindern beschäftigen. In dieser Phase findet kein Trennungsversuch statt.

8.2. Trennungs- und Stabilisierungsphase

Ab dem vierten Tag entfernt sich die Bezugsperson nach einiger Zeit aus dem Gruppenraum, nachdem sie sich von dem Kind verabschiedet hat. Lässt es sich schnell von der Fachkraft beruhigen oder ist es eher gleichmütig, sollte die erste Trennung nicht länger als 30 Minuten dauern. Wirkt das Kind hingegen verstört oder beginnt zu weinen ohne sich schnell trösten zu lassen, so sollte die erste Trennung nicht länger als zwei bis drei Minuten dauern. Sicher gebundene Kinder, zum Beispiel häufiger Blickkontakt zur Bezugsperson, brauchen eine längere Eingewöhnungszeit von zwei bis drei Wochen. Unsicher gebundene Kinder, zum Beispiel eher gleichgültig bei der Trennung, benötigen hingegen nur ca. ein bis eineinhalb Wochen Eingewöhnung.

Die Stabilisierungsphase beginnt ab dem fünften Tag. Die Fachkraft übernimmt zunehmend, aber im Beisein der Bezugsperson, die Versorgung des Kindes, Füttern, Wickeln und so weiter. Sie bietet sich gezielt als Spielpartner an und reagiert auf die Signale des Kindes. Die Trennungszeiten werden unter Beachtung der Bedürfnisse des Kindes täglich verlängert. Akzeptiert das Kind die Trennung noch nicht, sollte bis zu einem erneuten Trennungsversuch noch ein bis zwei Tage gewartet werden.

8.3. Schlussphase

In der Schlussphase der Eingewöhnung ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung anwesend, jedoch jederzeit für Notfälle erreichbar. Die Fachkraft wird nun als „sichere Basis“ vom Kind akzeptiert, d.h. es lässt sich auch nachhaltig von ihr trösten. Das Kind ist jetzt für mehrere Stunden täglich in der Kita und hat den Alltag bereits kennen gelernt. Es ist nun noch wichtig, das Kind an die allgemeinen Regeln der Einrichtung zu gewöhnen. In dieser Phase ist es auch wichtig, einen sanften Übergang vom „Schutzstatus“ zu einem vollwertigen Gruppenmitglied zu schaffen.

9. Tagesablauf

9.1. Krippenkinder

UhrzeitEreignis
08.00 – 09.00Ankommen in der Kita. Verabschiedung von den Eltern, Begrüßung durch Erzieherinnen in ruhiger, stimmungsvoller Atmosphäre. Den Kindern wird ermöglicht, am Morgen auch Bewegungserfahrungen nachzugehen.
09.00 – 09.20Morgenkreis
09.20 – 10.00Frühstück
10.00 – 10.20Wickeln und Gesicht sowie Hände waschen
10.20 – 11.30Lernangebote, Spiel und Aufenthalt im Freien.
11.30 – 12.00Mittagessen
12.00 – 12.30Zähne putzen, wickeln und Gesicht sowie Hände waschen
12.30 – 14.00Mittagsruhe
14.00 -14.30Langsames Aufwachen und Wickeln
14.30 -15.00Nachmittagszwischenmahlzeit mit Obst der Saison
ab 15.00Abholzeiten einiger Kinder
15.00 -17.00Freies Spielen mit Angeboten

9.2. Elementargruppe

UhrzeitEreignis
08.00 – 09.00Ankommen in der Kita. Verabschiedung von den Eltern, Begrüßung durch Erzieherinnen in ruhiger, stimmungsvoller Atmosphäre. Den Kindern wird ermöglicht, am Morgen auch Bewegungserfahrungen nachzugehen.
09.00 – 09.15Morgenkreis
09.20 – 10.00Frühstück
10.00 – 10.15Hände und Gesicht waschen
10.15 – 11.45Zeit zum Spielen und Lernangebote. Aufenthalt im Freien, Spaziergänge oder andere Aktionen, dies sind zum Beispiel einmal pro Woche musikalische Früherziehung und Kinder-Yoga. Projekte der Vorschule mit neuen Entwicklungsaufgaben und Herausforderungen für das Vorschulkind. Ablösung/Transitions Prozess von der Kita bis in die Schule. Inszenierung des Übergangs mit Hilfe von Ritualen, zum Beispiel Besuch der Schule, Schulalltag vorstellen usw. Vorschulkinder können an neuen Anforderungen wachsen.
11.45 – 12.00Vorlesen Trinken und Hände waschen
12.00 – 12.30Mittagessen
12.30 – 12.45Zähne putzen, Hände und Gesicht waschen
12.45 – 13.15Mittagsruhe, orientiert sich am Bedarf der Kinder. Den Kindern werden Geschichten vorgelesen oder sie suchen sich ein eigenes Buch zum Anschauen aus. Kindern soll die Möglichkeit geboten werden, nach den Aktivitäten am Vormittag Ruhe zu finden.
13.15-14.00Freispiel
14.00 – 14.15Buch vorlesen/Themen besprechen/Spiel sowie Hände waschen und trinken
14.15-ca. 14.40Nachmittagszwischenmahlzeit mit Obst der Saison
ab 15.00Abholzeiten einiger Kinder
15.00 -17.00Freies Spielen mit Angeboten

10. Angebote und Förderungsmöglichkeiten

  • Wir singen und musizieren mit verschiedenen Instrumenten.
  • Es werden Geschichten erzählt und Bücher vorgelesen.
  • Die Kinder lernen kleine Gedichte, Sprüche und Fingerspiele.
  • Wir kochen und backen, zum Beispiel Brot, Kuchen, Weihnachtskekse oder bereiten mal zwischendurch einen leckeren Obstsalat.
  • Es gibt viel Gelegenheit zum Zeichnen, Malen und Basteln.
  • Wir fertigen auch kleine Geschenke zu diversen Anlässen mit den Kindern an.
  • Wir achten darauf, dass besonders Kinder, die den ganzen Tag bei uns verbringen, möglichst täglich ins Freie kommen indem wir Spielplätze und Parks besuchen.
  • Wir machen mit den Kindern Kreis- und Bewegungsspiele.
  • Ausflüge
  • Wir feiern viele Feste, wie zum Beispiel Fasching, Weihnachtsfeiern und Geburtstagsfeste, Laternenfest und ein Sommerfest.

Die Kinder werden bei uns liebevoll versorgt und in ihrer Entwicklung durch geeignete Maßnahmen gefördert. Wir helfen den Kindern, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und Rücksicht zu nehmen auf die Interessen der Anderen. Dabei entwickeln die Kinder auch ein gegenseitiges Verantwortungsgefühl. Sie werden angeleitet, ihre Streitereien und Auseinandersetzungen friedlich und gewaltfrei zu lösen.

Uns ist wichtig, dass die Kinder ihren Körper kennen- und spüren lernen. Dabei können sie ihr Wohlsein und Unwohlsein ausdrücken.

Die Bewegung wird gefördert durch Ballspiele im Freien, fahren mit Kinderfahrzeugen, Tanz– und Bewegungsspiele mit Musik.

Wir fördern auch die Sprache, indem wir den Kindern Bücher in Deutsch und Spanisch vorlesen. Lieder werden gelernt und gezielte Einzelförderung findet statt.

Wir basteln, malen, schneiden, formen, gestalten und mit Hilfe von verschiedenen Materialien und Methoden wird die Kreativität der Kinder angeregt und unterstützt.

Für die Krippenkinder, stellt die Förderung der Selbständigkeit eine zentrale Aufgabe dar. Die Kinder lernen alleine zu essen und zu trinken, auf die Toilette zu gehen und sich alleine an- und auszuziehen. Das soziale Verhalten wird dadurch gefördert, dass die Kinder lernen, mit anderen Kindern zu spielen und das Spielzeug zu teilen.

10.1. Besondere Angebote, Bilingualität nach dem Immersionsprinzip

„Lokomotive II“ arbeitet nach diesem Prinzip. Immersion bedeutet, dass Ihr Kind täglich mit der spanischen Sprache konfrontiert wird und in diese eintaucht.

Der/die spanisch sprechende Betreuer/in ihres Kindes bietet die gleichen Aktivitäten und Lerncenter an, die die deutschsprachigen Kollegen anbieten. Es wird dabei nur spanisch gesprochen. Auf diese Art und Weise erfährt ihr Kind nicht nur die pädagogischen Inhalte der Aktivitäten, sondern lernt gleichzeitig auch spanisch. Die meisten Kinder sind bereits nach kurzer Zeit an den Umgang mit einer zweiten Sprache gewöhnt.

11. Umsetzung der Bildungsbereiche

Die Hamburger Bildungsempfehlungen dienen als Handlungsgrundlage unserer täglichen, pädagogischen Arbeit.

Bildungsbereiche sind:

  • Körper, Bewegung und Gesundheit
  • Soziale und kulturelle Umwelt
  • Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medien
  • Bildnerisches Gestalten
  • Musik
  • Mathematik
  • Natur, Umwelt und Technik

11.1. Körper, Bewegung und Gesundheit

Jedes Kind wird mit einem großen Potential an Bewegungsimpulsen geboren.

Mit Blick auf die gesundheitliche Bedeutung von Bewegung und der Tatsache, dass Bewegung eine grundlegende Form des Denkens ist, müssen Kinder früh Gelegenheit erhalten, sich auf schiefen Ebenen und Podesten zu bewegen, zwischen schneller und langsamer Bewegung immer wieder zu wechseln, zu springen, zu klettern, zu schaukeln oder im Rhythmus von Musik ihre Bewegungen zu koordinieren. Um den Bewegungsdrang der Kinder zu befriedigen, ist ein täglicher Aufenthalt im Freien sehr wichtig.

Ziel der Bewegungsförderung ist es, körperliche Geschicklichkeit zu entwickeln, Körperkontakt zu suchen, zu genießen und sich auf Herausforderungen einzulassen. Zu unserem ganzheitlichen Körper– und Gesundheitskonzept gehören auch die Ernährung und die Körperpflege.

Wir möchten, dass die Kinder ein positives Verhältnis zu ihrem Körper entwickeln können. Sie sollen lernen, ihren Körper richtig zu pflegen. Dazu gehört das Händewaschen, das Zähneputzen, regelmäßiges duschen, Haare waschen, kämmen, eincremen und so weiter. Wir lassen den Kindern die Zeit, die sie brauchen, um selbständig “sauber“ zu werden. Wir möchten sie bei der Sauberkeitserziehung unterstützen.

Je nach Entwicklungsstand werden die Kinder gewickelt bzw. angeleitet, die Kindertoilette zu benutzen. Vor und nach dem Essen, sowie nach dem Toilettengang waschen wir die Hände und nach den Mittagsessen werden die Zähne geputzt mit der KAI-Methode = Kaufläche, Außen und Innen. Einmal im Jahr kommen die Zahnputzschule und die Zahnkontrolle zu uns zu Besuch.

Wichtig für die Gesundheit ist es, regelmäßig an die frische Luft zu kommen. Selbstverständlich legen wir großen Wert auf angemessene Kleidung. Uns treibt jedoch nicht nur die frische Luft nach draußen, sondern auch die große Vielzahl an Bewegungs­möglichkeiten.

Neben den Bewegungsphasen dürfen natürlich auch die Ruhephasen nicht fehlen.

Die Krippenkinder haben die Möglichkeit sich im Schlafraum auszuruhen. Bei den Elementarkindern gibt es eine Ruhephase nach dem Mittagessen. Die Kinder bekommen in der Zeit Geschichten vorgelesen oder gucken sich selber Bücher an.

Wir achten auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit. Mittagessen bekommen wir täglich frisch in Bioqualität geliefert. Die Kinder bekommen zweimal in der Woche Fleisch und einmal Fisch. Nachmittags bekommen sie noch einmal Obst, welches die Eltern täglich mitbringen und das von den Erziehern frisch aufgeschnitten wird. Neben gesundheitlichen Aspekten berücksichtigen wir selbstverständlich auch religiöse und ethische Gründe. Die Ernährungspyramide stellt einen guten und einfachen Wegweiser dar, was und wie viel Kinder essen sollten. Anhand dieses Systems fallen Auswahl und Entscheidung leichter, was heute auf den Tisch kommt.

Bei der Ernährung von Kindern sollte auf eine abwechslungsreiche Kost geachtet werden. Das bedeutet, dass der Speiseplan täglich wechseln sollte. Kinder haben in den ersten Monaten noch gar kein Gefühl dafür, was ihnen schmeckt und was nicht. Die Nahrungsaufnahme ist wichtig, die Geschmacksentwicklung kommt erst viel später. Somit sollte früh mit der ausgewogenen Ernährung für Kinder angefangen werden, nur so können sie lernen. Alle Speisen sollten dem Kind einen Mehrwert bieten. Bei ihrer Ernährung achten wir darauf, dass den Kindern alle lebensnotwendigen Stoffe auch gegeben werden. Vitamine sind wichtig, aber genauso dürfen Mineralstoffe, Proteine und Kohlenhydrate auf dem Speiseplan der richtigen Ernährung nicht fehlen.

11.2. Soziale und kulturelle Umwelt

In ihrer sozialen Umwelt sollen Kinder Formen und Regeln des Zusammenseins kennenlernen.

Die Wertschätzung, Unterschiede und Gemeinsamkeit wahrnehmen und eigene Gefühle und Interessen äußern können.

Wir unterstützen die Kinder dabei, sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren.

Wir sind offen für alle Kulturen und Religionen, vermitteln sie und nutzen diese als Bereicherung für unseren Kita-Alltag und die Lebenswelt der Kinder.

  • Miteinander leben und auskommen, Regeln erarbeiten und einhalten, aber auch Regeln verändern
  • Werte Erziehung
  • Es gibt moralische Regeln, die für alle gelten und nicht verhandelbar sind
  • Zuhören und sich Gehör verschaffen
  • Grenzen setzen können – sich selbst und anderen gegenüber
  • Umgang zwischen Mädchen und Jungen in der Gruppe
  • Umgang mit Schwäche und Stärke
  • Freundschaften entwickeln
  • Beteiligung der Kinder an Entscheidungen, zum Beispiel im Tagesablauf, bei der Raumgestaltung, bei Unternehmungen
  • Umgang mit Konflikten

11.3. Kommunikation, Sprache, Schriftkultur und Medien

Jedes Kind lernt sprechen und zwar ohne, dass es dazu einer didaktischen Unterweisung bedarf. Im sprachlichen Umgang miteinander und mit Erwachsenen lernen sie dabei zu sprechen, zu verhandeln, sich mitzuteilen, ihre Wünsche und Kritik zu äußern, zuzuhören und nachzufragen. Ebenso wie von Sprache sind die Kinder in ihrem Alltag von Schrift umgeben. Kinder zeigen sich interessiert daran, lange bevor sie selbst lesen und schreiben können. Material und Raumausgestaltung unterstützen die Sprechkompetenz der Kinder und fördern die Organisation, eigenständig Erfahrungen und Lernprozesse zu organisieren. Unterschiedliche Medien werden in den Alltag integriert.

11.4. Bildnerisches Gestalten

Das Darstellen und Gestalten gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschheit und zu den frühen Tätigkeiten des Kindes. Das Spiel mit verschiedenen Materialien ermöglicht dem Kind eine intensive Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Dieser Umgang wird als eine Form des Denkens mit den Mitteln und Möglichkeiten der sinnlichen Erfahrung angesehen. Beim Gestalten motivieren wir die Kinder, eigene Ideen zu entwickeln und diese mit Kreativität und Ausdauer umzusetzen.

11.5. Musik

Jedes Kind ist für das Erkennen musikalischer Aspekte empfänglich. Musik spricht gleichermaßen Denken, Gefühle und Handeln an. Im Alltag hat Musik bei Kindern einen hohen Stellenwert. Dabei kann ein enger Zusammenhang von Musik und Bewegung, Koordination und Tanz festgestellt werden. In unserer Einrichtung ist der Morgenkreis ein tägliches Ritual im Tagesablauf. Die Gruppe findet sich zusammen, um gemeinsam den Tag zu beginnen. Im Morgenkreis spielen Musik und Bewegung eine große Rolle. Es ist sehr wichtig, Kindern den Spaß am Singen und Bewegen zu vermitteln und damit den Raum für die Freude am Ausdruck durch Musik zu schaffen.

11.6. Mathematik

Die Grundlagen für mathematisches Denken werden in den ersten Lebensjahren entwickelt, wenn das Kind die ersten Erfahrungen mit Zeit und Raum, aber auch mit mathematischen Operationen und Vergleichen macht. Die Kinder können bei uns Erfahrungen im Umgang mit Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens wie Form, Größe und Gewicht, die ein Kind begreifen und klassifizieren kann, sammeln.

11.7. Natur, Umwelt und Technik

Die Kinder wollen ihre gegenständliche Welt verstehen. Wir regen sie an, zu forschen, zu erkunden, zu experimentieren und neugierig zu bleiben. Sie treffen in ihrer Umwelt auf Zahlen, Mengen und naturwissenschaftliche Phänomene, die sie interessieren und mit denen sie sich ganz beschäftigen können.

Material und Raumangebote:

  • Auseinandersetzung mit Mengen, Formen und Größen mit unterschiedlichen Materialien, wie Flüssigkeiten, schweren und leichten Stoffen
  • Zahlen und Mengen
  • Messen mit unterschiedlichen Gefäßen und Materialien wie Messbecher, Metermaß und Zollstock
  • Experimente mit unterschiedlichen Aggregatzuständen
  • Wiegen mit Waage und Gewichten
  • Würfelspiele, Spielgeld
  • Bausteine verschiedener Formen und Größen, Kalender und Uhr.

12. Übergang

12.1. Krippe – Elementar

Der Übergang zum Elementarbereich beginnt in unserem Haus meist mehrere Wochen vor dem Wechsel der Krippenkinder in den Elementarbereich. Die Kinder besuchen, begleitet von einer Erzieherin, regelmäßig die Elementargruppe. Dabei kann jedes Kind selbst bestimmen, wie lange es bei den Elementar-Kindern bleiben möchte. Sie gewöhnen sich langsam an den veränderten Rhythmus, an die anderen Kinder und die Räumlichkeiten. So haben die Krippenkinder die Möglichkeit, entspannt in den Elementarbereich hineinzuwachsen und Bezug zur neuen Erzieherin zu gewinnen.

12.2. Elementar – Schule

Vorbereitung auf die Schule verstehen wir als Prozess, der bei uns nicht erst im letzten Kitajahr vor der Einschulung beginnt, sondern die ganze Kitazeit beinhaltet.

12.3. Vorschule

Wir bieten den Kindern die Möglichkeit an, dass sie bei uns auch die Vorschule besuchen, für die wir ein gesondertes Konzept erstellt haben.

Das ganze Konzept ist so aufgebaut, dass sich im ersten Teil jeweils die sogenannten Schlagwörter befinden und dann im Anschluss näher beschrieben werden. Zum einen, wie diese Förderung in der Kita aussieht und zum anderen, wie Sie als Eltern zu Hause unterstützend mitwirken können.

Einen Abzug dieses Konzeptes können die Eltern jederzeit bei uns anfordern.

13. Zusammenarbeit mit den Eltern und Beratung

Eltern sind die ersten und wichtigsten Erzieher ihrer Kinder. Deshalb wollen wir mit ihnen zusammenarbeiten. Wir möchten, dass sie die Entwicklung ihrer Kinder verfolgen und unterstützen und geben ihnen daher regelmäßig Einblick in unsere Arbeit. An unserem Info Brett hängen Informationen über kommende Ereignisse und Essenspläne. Wichtige Informationen, bekommen die Eltern zusätzlich als E-Mail.

Im Krippenbereich haben wir im Flur einen kleinen Fernseher an der Wand montiert, dort wird wöchentlich eine Sammlung von Bildern zusammengestellt, die die Kinder in verschiedenen Aktivitäten und Angeboten zeigt. Dadurch geben wir den Eltern die Möglichkeit einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit zu bekommen.

Die Eltern des Elementarbereichs bekommen an Ende des Monats eine E-Mail mit einem Rückblick zugesandt, der von den Erziehern/innen geschrieben wird und einen Überblick über die Aktivitäten, Angebote und Ereignisse des Monats gibt.

Unsere Kita bietet einmal im Jahr einen Elternabend an. Er hat das Ziel, den Eltern den Alltag ihrer Kinder in der Kita greifbar und transparent darzulegen. Außerdem werden Eltern an diesem Abend über wichtige Termine, Arbeitsschwerpunkte und geplante Veränderungen informiert. Auf diesem Elternabend wird der Elternbeirat gewählt.

Zweimal im Jahr suchen wir das direkte, ausführliche und ungestörte Gespräch mit den Eltern. In diesen wird der individuelle Entwicklungsstand des Kindes besprochen. Es wird auf Fragen der Eltern eingegangen und auf Wunsch auch eine weitere umfassende Beratung angeboten.

Unsere Elternvertreter helfen uns beim Planen und der Organisation von verschiedenen Aktionen und Festen, sowie bei allen Arbeiten, die im Tagesgeschäft anfallen können.

14. Schutz von Kindern

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, vgl. § 1 SGB VIII. Sicherzustellen, dass dieses Recht auch umgesetzt wird, liegt ebenso wie der Schutz eines jungen Menschen vor Gefahren, zunächst in der Verantwortung der Eltern. Gleichwohl sollte das gesunde Aufwachsen von Kindern und ein wirksamer Schutz des Kindeswohls als gesamtgesellschaftliche Aufgaben verstanden werden. Mit Einführung des § 8a SGB V111 zum 01. Oktober 2005 wurde der „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ konkretisiert und aufgewertet.

Das allgemeine Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist nun:

  • Der Mitarbeiter schätzt die Kindeswohlgefährdung eigenständig ab.
  • Auffälligkeiten werden mit zeitlicher Einordnung dokumentiert.
  • Bei allen Fällen, in denen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht, wird der Dienstvorgesetzte eingeschaltet.
  • Daraufhin wird das weitere Vorgehen beschlossen und dokumentiert.

Wird der Verdacht bestätigt, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Eine Unterstützung der Familie durch die Einrichtung, in der das Kind betreut wird, ist ausreichend um der Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken.
  2. Reichen die Möglichkeiten der betreuenden Einrichtung nicht aus, dann wird die Familie dahingehend beraten, sich an das Jugendamt zu wenden. Sucht sie sich hier keine Unterstützung, wird sie davon in Kenntnis gesetzt, dass die Leitung der Einrichtung, das Jugendamt von sich aus schriftlich informiert.

Somit beinhaltet unser Vorgehen beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung 10 Schritte:

  1. Erkennen möglicher Kindeswohlgefährdungen
  2. Austausch im Team und mit der Leitung
  3. Einschalten der Kinderschutzfachkraft
  4. Gemeinsame Risikoabschätzung
  5. Gespräch mit den Eltern oder Sorgeberechtigten.
  6. Aufstellung eines Beratungs- oder Hilfeplans.
  7. Überprüfung des Erreichens der Zielvereinbarung.
  8. Gegebenenfalls erneute Risikoeinschätzung.
  9. Gegebenenfalls Inanspruchnahme des ASD „Vorbereiten“.

10. Information und Einschaltung des ASD, Allgemeiner Sozialer Dienst

15. Beobachtung und Dokumentation – Grenzsteine der Entwicklung

Grenzsteine der Entwicklung sind Ziele, die von etwa 95 Prozent der gesunden Kinder bis zu einem bestimmten Alter erreicht worden sind. Die ausgewählten Grenzsteine sind unerlässliche Durchgangsstadien der kindlichen Entwicklung. In Zusammenarbeit mit den Eltern werden diese darüber informiert. Sie sind eine gute Grundlage für Gespräche, um gemeinsam mit Ihnen über Fortschritte, besondere Stärken oder Schwächen des Kindes zu reden. Insbesondere dann, wenn Auffälligkeiten beobachtet wurden, wird das Ergebnis in taktvoller und einfühlsamer Weise mitgeteilt.

Wir erstellen für jedes Kind ein Portfolio – eine ausführliche Lern- und Entwicklungs­doku­mentation von der Eingewöhnung bis zum Schuleintritt.

15.1. Portfolio

Form:

  • Ordner DIN A 4
  • Beschriftete Ordnerrücken
  • Nutzung von Prospekthüllen
  • Portfolios werden von der Krippe weitergereicht in den Elementarbereich. Portfolios aus anderen Kitas werden weitergeführt.

Inhalt:

  • Das Portfolio wird ab dem Elementarbereich individuell mit Hilfe des Kindes gestaltet
  • Kinder sollen mit einkleben, beschreiben und diktieren
  • Es ist Eigentum des Kindes und eine ressourcenorientierte Bildungsdokumentation
  • Wir zeigen niemanden das Portfolio eines Kindes, wenn wir es nicht vorher um Erlaubnis gefragt haben
  • Beschreibung der Kompetenzen und Stärken des Kindes, aber keine Mängel
  • Bild vom ersten Tag in der Kita
  • Bild vom Geburtstag
  • Kreative Arbeiten vom Kind, wie Mal- und Bastelarbeiten, Bilder von Bauwerken und anderes
  • Jährliches Gruppenfoto
  • Das Portfolio ist keine Fotomappe
  • Besondere Ereignisse und Anlässe

16. Qualitätssicherung

Um die Qualität in unserer Arbeit zu sichern, findet in unserer Einrichtung einmal im Monat eine Teamsitzung zur Reflexion, Austausch und Fallbesprechung statt. Da uns die Meinung unserer Eltern sehr am Herzen liegt und wir großen Wert auf enge Zusammenarbeit legen, fragen wir sie in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichsten Belangen in unserem Haus, wie zum Beispiel gesunde Ernährung, allgemeine Zufriedenheit, unsere pädagogische Arbeit und ähnliches. Wir sind stets offen für Wünsche, Anregungen, Lob als auch für Kritik.

Treten dadurch Abweichungen und Veränderungen zu unserer bestehenden Konzeption auf, werden diese von uns überarbeitet und erneuert.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Kinder!